Die Art und Weise, wie Junk Food-Unternehmen ihr Marketing betreiben, ist nicht anständig.

Alles, was sie wollen, ist Profit und sie scheinen bereit zu sein, sogar die Gesundheit von Kindern für ihren eigenen finanziellen Gewinn zu opfern.

Hier sind die 11 größten Lügen der Junkfood-Industrie.

1. Fettarm oder fettfrei

Einer der Nebeneffekte des „Krieges“ gegen Fett war eine Fülle von verarbeiteten Produkten mit reduziertem Fettgehalt.

Diese Produkte tragen in der Regel die Aufschrift „fettarm“, „fettreduziert“ oder „fettfrei“.

Das Problem ist, dass die meisten dieser Produkte überhaupt nicht gesund sind.

Lebensmittel, denen das Fett entzogen wurde, schmecken in der Regel nicht so gut wie die Vollfettversionen. Nur wenige Menschen wollen sie essen.

Aus diesem Grund laden die Lebensmittelhersteller diese Produkte mit Zucker und anderen Zusatzstoffen auf (1).

Es ist inzwischen bekannt, dass Fett zu Unrecht verteufelt wurde, während immer mehr Beweise die Gefahren von zugesetztem Zucker aufdecken.

Das bedeutet, dass „fettarme“ Lebensmittel meist viel schlechter sind als ihre „normalen“ Gegenstücke.

Zusammenfassung Wenn ein Produkt den Hinweis „fettarm“ oder etwas Ähnliches auf dem Etikett hat, enthält es wahrscheinlich zugesetzte Süßstoffe. Denk daran, dass diese verarbeiteten Lebensmittel nicht unbedingt eine gesunde Wahl sind.

2. Transfettfrei

Bei verarbeiteten Lebensmitteln steht oft „transfettfrei“ auf dem Etikett. Das muss nicht unbedingt wahr sein.

Solange ein Produkt weniger als 0,5 Gramm Transfette pro Portion enthält, dürfen sie das auf dem Etikett angeben (2).

Achte darauf, die Zutatenliste zu überprüfen. Wenn das Wort „hydriert“ irgendwo auf dem Etikett steht, enthält es Transfette.

Es ist gar nicht so ungewöhnlich, gehärtete Fette in Produkten zu finden, die als transfettfrei gekennzeichnet sind.

Zusammenfassung Vermeide alles, was das Wort „hydriert“ enthält. Lebensmittel, die als „transfettfrei“ gekennzeichnet sind, können tatsächlich bis zu 0,5 Gramm Transfette pro Portion enthalten.

3. Enthält Vollkorn

In den letzten Jahrzehnten wurde den Verbraucherinnen und Verbrauchern weisgemacht, dass Vollkorn zu den gesündesten Lebensmitteln gehört, die sie essen können.

Ich stimme zu 100% zu, dass Vollkorn besser ist als raffiniertes Getreide, obwohl es keinen Beweis dafür gibt, dass der Verzehr von Vollkorn gesünder ist als gar kein Getreide.

Trotzdem behaupten verarbeitete Lebensmittel wie Müsli oft, dass sie ganze Körner enthalten. Das Problem ist, dass ganze Körner nicht immer „ganz“ sind. Die Körner wurden zu sehr feinem Mehl gemahlen (3, 4).

Sie enthalten zwar alle Inhaltsstoffe des Getreides, aber der Widerstand gegen eine schnelle Verdauung geht verloren und diese Körner können deinen Blutzucker genauso schnell in die Höhe treiben wie ihre raffinierten Gegenstücke (5).

Und selbst wenn ein Produkt einen geringen Anteil an Vollkorngetreide enthält, kann es sein, dass es eine Menge anderer schädlicher Inhaltsstoffe wie Zucker und Maissirup mit hohem Fruktosegehalt enthält.

Zusammenfassung Die meisten verarbeiteten Lebensmittel, die Vollkornprodukte enthalten, sind nicht wirklich „vollwertig“ – sie wurden zu sehr feinem Mehl gemahlen und treiben den Blutzuckerspiegel genauso schnell in die Höhe wie ihre raffinierten Gegenstücke.

4. Glutenfrei

Sich glutenfrei zu ernähren ist heutzutage sehr trendy.

Etwa 1,5 % der Amerikaner/innen ernähren sich derzeit glutenfrei oder versuchen aktiv, Gluten einzuschränken. Bei einem Drittel von ihnen wurde keine Zöliakie diagnostiziert (6).

Nur um das klarzustellen: Ich unterstütze eine glutenfreie Ernährung voll und ganz. Es gibt Hinweise darauf, dass neben der Zöliakie auch ein Teil der Menschen empfindlich auf Gluten oder Weizen reagiert.

Allerdings sind verarbeitete Produkte, die als „glutenfrei“ gekennzeichnet sind und glutenhaltige Lebensmittel ersetzen sollen, in der Regel nicht gesund. Sie sind auch viel teurer (7).

Diese Lebensmittel bestehen in der Regel aus hochraffinierter, hochglykämischer Stärke, wie Mais-, Kartoffel- und Tapiokastärke, und können auch mit Zucker angereichert sein.

Wenn du dich glutenfrei ernährst, solltest du die raffinierten Getreidesorten weglassen und sie durch echte, vollwertige Lebensmittel ersetzen.

Zusammenfassung Sogenannte „glutenfreie“ Produkte sind oft mit ungesunden Zutaten belastet. Meide sie und iss stattdessen echte Lebensmittel.

5. Versteckter Zucker

Leider lesen die meisten Menschen die Zutatenlisten nicht, bevor sie etwas kaufen.

Aber selbst für diejenigen, die es tun, haben die Lebensmittelhersteller immer noch Möglichkeiten, die wahren Inhaltsstoffe ihrer Produkte zu verschleiern (8).

Auf Zutatenlisten werden die Bestandteile in absteigender Reihenfolge nach Menge aufgelistet. Wenn du Zucker an den ersten Stellen siehst, weißt du, dass das Produkt viel Zucker enthält.

Allerdings mischen die Lebensmittelhersteller oft verschiedene Arten von Zucker in ihre Produkte. Ein Lebensmittel kann Zucker, Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt und verdampften Rohrsaft enthalten, was alles verschiedene Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache sind – Zucker.

Auf diese Weise können sie eine andere, gesünder klingende Zutat als Nummer eins auf der Liste aufführen. Wenn man die Mengen dieser drei verschiedenen Zuckerarten zusammenzählen würde, stünde der Zucker jedoch an erster Stelle.

Dies ist eine clevere Methode, um die wahre Menge an raffiniertem Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln zu verschleiern.

Hier ist ein Artikel über die 56 häufigsten Namen für Zucker.

Zusammenfassung Achte darauf, ob ein Produkt mehr als eine Art von Zucker enthält. Wenn das der Fall ist, kann es sein, dass Zucker wirklich zu den Top-Zutaten gehört.

6. Kalorien pro Portion

Der tatsächliche Kalorien- und Zuckergehalt von Produkten wird oft verschleiert, indem angegeben wird, dass das Produkt mehr als eine Portion enthält.

So kann ein Hersteller zum Beispiel angeben, dass ein Schokoriegel oder eine Limonadenflasche zwei Portionen enthält, obwohl die meisten Menschen erst aufhören, wenn sie die ganze Portion ausgetrunken haben.

Lebensmittelhersteller können dies zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie sagen, dass ihre Produkte nur eine bestimmte Menge an Kalorien pro Portion enthalten.

Achte beim Lesen der Etiketten darauf, wie viele Portionen das Produkt enthält. Wenn es zwei Portionen enthält und jede Portion 200 Kalorien hat, dann hat das ganze Produkt 400 Kalorien.

Eine 24-Unzen-Flasche (,7 Liter) Cola enthält zum Beispiel 100 Kalorien und 27 Gramm Zucker pro Portion. Wenn die ganze Flasche drei Portionen enthält, beträgt die Gesamtmenge 300 Kalorien und 81 Gramm Zucker.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber früher, als ich noch Cola getrunken habe, konnte ich locker 24 Unzen (oder mehr) auf einmal trinken.

Zusammenfassung Achte darauf, die Anzahl der Portionen auf dem Etikett zu überprüfen. Multipliziere den Gesamtzucker- und Kaloriengehalt mit der Anzahl der Portionen, um die wahre Gesamtmenge zu ermitteln.

7. Fruchtgeschmack

Viele verarbeitete Lebensmittel haben einen Geschmack, der natürlich klingt.

Vitaminwasser mit Orangengeschmack zum Beispiel schmeckt nach Orangen. Es sind aber keine echten Orangen drin.

Der süße Geschmack kommt von Zucker und der Orangengeschmack von künstlichen Chemikalien.

Nur weil ein Produkt den Geschmack von echten Lebensmitteln hat, heißt das nicht, dass auch wirklich etwas davon drin ist. Blaubeere, Erdbeere, Orange usw. – das sind oft nur Chemikalien, die den Geschmack von echten Lebensmitteln vortäuschen sollen.

Zusammenfassung Nur weil ein Produkt den Geschmack eines natürlichen Lebensmittels hat, bedeutet das nicht, dass auch nur die kleinste Spur dieses Lebensmittels in dem Produkt enthalten ist.

8. Kleine Mengen gesunder Zutaten

Auf verarbeiteten Produkten werden oft kleine Mengen von Zutaten angegeben, die gemeinhin als gesund gelten.

Das ist ein reiner Marketingtrick. In der Regel sind die Mengen dieser Nährstoffe vernachlässigbar und machen die schädlichen Auswirkungen der anderen Zutaten nicht wett.

Auf diese Weise können clevere Vermarkter den Eltern vorgaukeln, dass sie eine gesunde Wahl für sich und ihre Kinder treffen.

Einige Beispiele für Zutaten, die oft in winzigen Mengen hinzugefügt und dann prominent auf der Verpackung angegeben werden, sind Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Vollkornprodukte.

Zusammenfassung Lebensmittelhersteller geben oft kleine Mengen gesunder Zutaten in ihre Produkte, um den Menschen vorzugaukeln, dass die Produkte gesund sind.

9. Umstrittene Zutaten verstecken

Viele Menschen behaupten, dass sie auf bestimmte Lebensmittelzutaten unerwünscht reagieren und sie deshalb meiden.

Die Lebensmittelhersteller verstecken diese umstrittenen Zutaten jedoch oft, indem sie sie mit technischen Namen bezeichnen, die die Menschen nicht kennen.

In Europa kann MSG (Mononatriumglutamat) zum Beispiel als E621 und Carrageen als E407 bezeichnet werden.

Das Gleiche gilt für viele Arten von Zucker, wie z.B. „evaporierter Rohrsaft“ – das klingt natürlich, ist aber in Wirklichkeit nur Zucker.

Zusammenfassung Lebensmittelhersteller verstecken oft die Tatsache, dass ihre Produkte umstrittene Zutaten enthalten, indem sie sie anders nennen.

10. Kohlenhydratarme Junk Foods

Kohlenhydratarme Diäten sind in den letzten Jahrzehnten ziemlich populär geworden.

Die Lebensmittelhersteller haben den Trend aufgegriffen und bieten eine Vielzahl von kohlenhydratarmen Produkten an.

Das Problem mit diesen Lebensmitteln ist das gleiche wie mit den „fettarmen“ Lebensmitteln – sie sind nicht unbedingt gesund.

In der Regel handelt es sich um verarbeitete Junk Foods mit ungesunden Zutaten. Schau dir die Zutatenliste von Produkten wie Atkins Low-Carb-Riegeln an. Das ist kein Essen!

Es gibt auch Beispiele für kohlenhydratarme Brote und andere Ersatzprodukte, die viel mehr Kohlenhydrate enthalten, als auf dem Etikett angegeben ist.

Zusammenfassung „Low-Carb“-Produkte sind oft stark verarbeitet und mit sehr ungesunden Zutaten hergestellt.

11. „Bio“ Ungesunde Zutaten

Obwohl Bio-Lebensmittel einige Vorteile haben können, benutzen viele Lebensmittelhersteller das Wort „Bio“, um die Menschen in die Irre zu führen.

Wenn du zum Beispiel „roher Bio-Rohrzucker“ auf einer Zutatenliste siehst, ist das im Grunde genau dasselbe wie normaler Haushaltszucker.

Nur weil etwas biologisch ist, heißt das nicht, dass es auch gesund ist.

Zusammenfassung Viele Lebensmittel enthalten ungesunde Zutaten, die zufällig biologisch sind. Das bedeutet nicht, dass sie gesünder sind als ihre nicht-biologischen Gegenstücke.

Die Quintessenz

Natürlich ist es am besten, verarbeitete Lebensmittel ganz zu vermeiden und stattdessen echte, vollwertige Lebensmittel zu essen. Auf diese Weise musst du dir keine Gedanken über Etiketten und Zutatenlisten machen.

Echte Lebensmittel brauchen nicht einmal eine Zutatenliste. Echtes Essen IST die Zutat.

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