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Wird Butter schlecht, wenn du sie nicht kühlst?

Wird Butter schlecht, wenn du sie nicht kühlst?

Butter ist ein beliebter Brotaufstrich und eine beliebte Backzutat.

Doch wenn du sie im Kühlschrank aufbewahrst, wird sie hart, sodass du sie vor der Verwendung aufweichen oder schmelzen musst.

Aus diesem Grund lagern manche Leute Butter nicht im Kühlschrank, sondern auf der Theke.

Aber wird Butter schlecht, wenn man sie draußen liegen lässt? In diesem Artikel erfährst du, ob sie tatsächlich im Kühlschrank aufbewahrt werden muss oder nicht.

Butter hat einen hohen Fettgehalt

Butter ist ein Molkereiprodukt, das heißt, sie wird aus der Milch von Säugetieren – meist Kühen – hergestellt.

Sie wird hergestellt, indem man Milch oder Sahne püriert, bis sie sich in Buttermilch, die überwiegend flüssig ist, und Butterfett, das überwiegend fest ist, aufteilt.

Butter ist unter den Milchprodukten einzigartig, weil sie einen sehr hohen Fettgehalt hat. Während Vollmilch etwas mehr als 3 % Fett und Sahne fast 40 % Fett enthält, besteht Butter zu mehr als 80 % aus Fett. Die restlichen 20% sind hauptsächlich Wasser (1, 2, 3, 4).

Im Gegensatz zu anderen Milchprodukten enthält es weder viele Kohlenhydrate noch viel Eiweiß (3, 5).

Dieser hohe Fettgehalt macht die Butter so dick und streichfähig. Wenn sie jedoch im Kühlschrank aufbewahrt wird, wird sie hart und lässt sich nur schwer streichen.

Deshalb lagern manche Menschen Butter bei Zimmertemperatur, damit sie die ideale Konsistenz zum Kochen und Streichen hat.

Zusammenfassung:

Butter hat einen hohen Fettgehalt von über 80%, was sie dick und streichfähig macht. Der Rest ist hauptsächlich Wasser.

Sie verdirbt nicht so schnell wie andere Molkereiprodukte

Da Butter einen hohen Fettgehalt und einen relativ geringen Wassergehalt hat, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie das Bakterienwachstum fördert als andere Milchprodukte.

Das gilt vor allem, wenn die Butter gesalzen wird, was den Wassergehalt weiter senkt und die Umgebung für Bakterien unwirtlich macht.

Gesalzene Sorten widerstehen bakteriellem Wachstum

Nach Angaben der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) können die meisten Bakterienarten auf ungesalzener Butter überleben, während es nur eine einzige Bakterienart gibt, die unter den Bedingungen von gesalzener Butter überleben kann (4).

In einer Studie zur Bestimmung der Haltbarkeit von Butter fügten Wissenschaftler/innen der Butter verschiedene Arten von Bakterien zu, um zu sehen, wie gut sie wachsen würden.

Nach drei Wochen war der Bakteriengehalt deutlich geringer als die zugesetzte Menge, was zeigt, dass Butter das Wachstum der meisten Bakterien nicht unterstützt (6, 7).

Daher besteht bei normaler, gesalzener Butter ein geringes Risiko einer bakteriellen Verunreinigung, selbst wenn sie bei Zimmertemperatur aufbewahrt wird.

Tatsächlich wird Butter in der Erwartung hergestellt, dass die Verbraucher sie nicht im Kühlschrank aufbewahren (4).

Bei ungesalzenen und aufgeschlagenen Sorten sieht es anders aus.

Aber lass deine Butter nicht ranzig werden

Obwohl Butter ein geringes Risiko für Bakterienwachstum hat, ist sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts anfällig dafür, ranzig zu werden. Wenn ein Fett verdirbt, kannst du erkennen, dass es nicht mehr gegessen werden sollte, weil es riecht und möglicherweise verfärbt ist.

Fette werden ranzig oder verderben durch einen Prozess namens Oxidation, der ihre Molekularstruktur verändert und potenziell schädliche Verbindungen erzeugt. Das führt auch dazu, dass die mit den ranzigen Fetten zubereiteten Lebensmittel nicht mehr gut schmecken (8, 9).

Hitze, Licht und Sauerstoffeinwirkung können diesen Prozess beschleunigen (8, 9).

Es hat sich jedoch gezeigt, dass es zwischen einigen Wochen und über einem Jahr dauern kann, bis sich die Oxidation negativ auf Butter auswirkt, je nachdem, wie sie hergestellt und gelagert wird (6).

Zusammenfassung:

Die Zusammensetzung von Butter verhindert das Wachstum von Bakterien, selbst bei Zimmertemperatur. Aber wenn sie Licht, Hitze und Sauerstoff ausgesetzt wird, kann sie ranzig werden.

Sie bleibt im Kühlschrank länger frisch

Ungesalzene, aufgeschlagene oder rohe, nicht pasteurisierte Butter bewahrt man am besten im Kühlschrank auf, um die Gefahr von Bakterienwachstum zu minimieren (4).

Gesalzene Butter muss nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da das Risiko des Bakterienwachstums so gering ist.

Studien haben gezeigt, dass Butter viele Monate haltbar ist, selbst wenn sie bei Zimmertemperatur gelagert wird (6, 10).

Sie bleibt jedoch länger frisch, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt wird. Die Kühlung verlangsamt den Oxidationsprozess, durch den die Butter schließlich ranzig wird.

Aus diesem Grund wird allgemein empfohlen, Butter nicht länger als ein paar Tage oder Wochen im Kühlschrank aufzubewahren, um sie möglichst frisch zu halten.

Wenn die Temperatur in deinem Haus wärmer ist als 21-25°C (70-77°F), solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn du deine Butter lieber auf der Theke aufbewahrst, aber nicht damit rechnest, dass du die ganze Packung bald verbrauchst, kannst du eine kleine Menge auf der Theke aufbewahren und den Rest im Kühlschrank.

Größere Mengen Butter kannst du im Gefrierschrank aufbewahren, wo sie bis zu einem Jahr frisch bleibt (10, 11).

Zusammenfassung:

Gesalzene Butter kann mehrere Tage bis Wochen aufbewahrt werden, bevor sie schlecht wird. Im Kühlschrank bleibt sie jedoch länger frisch.

Tipps für die Aufbewahrung von Butter auf der Theke

Während bestimmte Buttersorten im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten, ist es in Ordnung, normale, gesalzene Butter auf der Theke zu lagern.

Hier sind ein paar Tipps, die du befolgen kannst, damit deine Butter bei Zimmertemperatur frisch bleibt:

  • Bewahre nur eine kleine Menge auf der Theke auf. Lagere den Rest im Kühlschrank oder im Gefrierfach für den späteren Gebrauch.
  • Schütze es vor Licht, indem du einen undurchsichtigen Behälter oder einen geschlossenen Schrank benutzt.
  • Bewahre es in einem luftdichten Behälter auf.
  • Halte es von direktem Sonnenlicht, dem Herd oder anderen Wärmequellen fern.
  • Bewahre Butter nur außerhalb des Kühlschranks auf, wenn die Raumtemperatur unter 70-77°F (21-25°C) bleibt.

Es gibt viele Butterschalen, die diese Anforderungen erfüllen, aber auch ein undurchsichtiger Plastikbehälter eignet sich gut.

Zusammenfassung:

Halte Butter bei Zimmertemperatur frisch, indem du sie schnell verbrauchst, sie in einem luftdichten Behälter aufbewahrst und sie vor Licht und Wärmequellen schützt.

Die Quintessenz

Wenn du die Butter im Kühlschrank aufbewahrst, bleibt sie länger frisch, und wenn du sie auf der Theke stehen lässt, bleibt sie weich und streichfähig und kann sofort verwendet werden.

Normale, gesalzene Butter kannst du außerhalb des Kühlschranks aufbewahren, solange sie vor Hitze, Licht und Luft geschützt ist.

Aber alles, was du nicht in ein paar Tagen oder Wochen verbrauchst, bleibt länger frisch, wenn du es im Kühlschrank oder Gefrierschrank aufbewahrst.

Ungesalzene, aufgeschlagene oder rohe Butter sollte dagegen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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